Teamgeist in Frankreich: Deutschland wird European Youth & Amateur Champion 2017

Zum spannenden European Amateur Team Cup und Youth Team Cup der FEQHA in Le Pin, Frankreich, meldet sich DQHA Jugendobfrau Stefanie Becker und Bundestrainer Alexander Eck zu Wort:

„Nach einem entspannten Flug und einer aufregenden Autofahrt durch Paris trafen wir, Bundestrainer Alexander Eck und DQHA Jugendobfrau Stefanie Becker, auf der Le Petit Far West in Le Pin ein. Einige Teammitglieder waren schon vor Ort und hatten bereits die Boxen bezogen.

Nach einem kurzen organisatorischen Check in der Meldestelle begann die Dekoration der Stallgasse. Leider hatten wir etwas Pech, da unsere Stallgasse auseinander gezogen wurde – so standen vier Youth Teammitglieder auf einer anderen Seite. Dafür haben wir, ganz einfach, die größte Stallgasse des Team Cups dekoriert.

Am frühen Abend begann der Vet Check. Hier mussten alle Teilnehmer des Team Cups ihre Pferde vorstellen, die anhand des Equidenpasses genau überprüft wurden. Nun waren die Teams vollständig und Alex begann mit den ersten Trainingseinheiten, während ich mich um das Einchecken der Teammitglieder und Begleiter (insgesamt 18 Zimmer!) gekümmert habe.

Nachdem alle Schlüssel (Codes) verteilt waren, bereiteten einige Teammitglieder ihre Pferde auf die Double Pointed AQHA Show am Freitag vor. Hier gingen Tina Klein, Ferreira Marques, Lothar Krause, Lina Snudat und Merrit Neben an den Start. Alle konnten sich gut platzieren, nutzen diese Show jedoch in erster Linie als Paid Warm Up. Die anderen Teammitglieder trainierten währenddessen mit Alex die Pattern.

Nach den Trainingseinheiten und der AQHA Show gaben wir dann unsere Teamnennung ab und bereiteten uns auf die Eröffnungsfeier vor. Dies gestaltete sich etwas abenteuerlich. Laut Ausschreibung sollte sich jedes Team besonders vorstellen. Beim letzten European Team Cup waren wir das einzige Team, welches eine Teamvorstellung inkl. Outfits, Aufstellung und passender Musik ausgearbeitet hatte. Daher hatten wir in diesem Jahr nichts vorbereitet – die anderen Teams in diesem Jahr jedoch schon…. So überlegten wir hin und her. Neben der Vorstellung stellte jedoch die Songauswahl ein größeres „Problem“ dar. Schlussendlich habe ich mich für die Vorstellung zum Fliegerlied entschieden. Ich hatte vorher noch in Erfahrung bringen können, dass die Teams aus Dänemark, Frankreich und Italien ebenfalls tanzen wollten. Somit passte für mich das Fliegerlied am Besten, da wir durch zwei kurze Proben den Tanz bereits drauf hatten (und da der Songtext dazu noch sagt, was man tanzen muss 🙂 ).

Nach der Eröffnungsfeier hatten wir alle einen tierischen Hunger und konnten uns so am frisch gegrillten Essen erfreuen, bevor es für alle zurück ins Hotel ging.

Endlich war es soweit: Der erste Showtag stand an. Die ersten Prüfungen waren fest in deutscher Hand. Es war, als wäre unsere Nationalhymne als Dauerschleife eingespielt. Wir gewannen die Youth und Amateur Showmanship, den Youth Trail, die Amateur Horsemanship, die Youth Western Riding und die Youth Hunt Seat Equitation. Zudem Platzierten sich in diesen Prüfungen alle drei Reiter unter den Top 10. Ein super Anfang! Die weiteren Prüfungen brachten uns wieder viele wertvolle Punkte ein, sodass wir bereits nach dem ersten Showtag mit beiden Teams und einem sehr guten Abstand auf Platz 1 lagen.

Am Vormittag, leider während des Youth Trails, fand die Bewertung der besten Stallgasse statt. Alle Teammitglieder und Begleiter, die gerade nicht in die Show involviert waren begrüßten die Bewertungskommission vor unserer Stallgasse. Mit wedelnden Fähnchen und deutschem Bier beeindrucken wir die Bewerter. Am Abend wurde bekannt gegeben, dass wir mit Frankreich die gleichen Punkte für die Stallgasse erhalten hatten und somit zusammen den Preis für die beste Stallgasse erhalten werden.

Fazit des ersten Tages: Platz 1 mit dem Youth Team, Platz 1 mit dem Amateur Team und Gewinner der besten Stallgasse.

Es war super! Nie hätten wir gedacht, dass wir diesen Erfolg, den wir bereits 2015 verbuchen konnten, direkt wiederholen würden. Aber der Cup war ja auch noch nicht vorbei!

Am Sonntag ging es dann fleißig weiter. Anfangs lief es nicht ganz so gut: Die Teams holten zwar weiterhin fleißig Punkte, aber es blieben auch immer mal wieder Teammitglieder aus der Top 10 Platzierung außen vor. Auch den Gewinn zweier Prüfungen mussten wir leider durch die Tie-Entscheidung „verlieren“. Bei den Jugendlichen rückte daher das Team aus Dänemark immer dichter an uns ran und überholte den bisherigen Zweitplatzierten Italien. Bei den Amateuren sah es mit der Schweiz ähnlich aus. Auch hier musste Italien den zweiten Platz hergeben und wir unseren großen Abstand.

Aber mit Teamgeist und starken Nerven bauten die Jugendlichen die Punkte schließlich durch die Ranch Riding und die Amateure durch die Hunter under Saddle und Hunt Seat Equitation weiter aus.

So hieß es am Ende des Tages: European Team Cup Champion Youth und Amateur 2017!

Es waren 4 tolle Tage mit so viel Teamgeist und Zusammenhalt. Die beiden Teams haben auch untereinander super funktioniert. Ohne Stress oder schlechte Stimmung – einfach genial. Immer hilfsbereit und freundlich. So soll ein Team sein!

Abschließend möchte ich mich noch im Namen des gesamten Teams bei allen Sponsoren, Höveler (Jackensponsoring), Unique Horsewear (Tailbags und T-Shirts), Lothar Krause (Teamcaps), allen Unterstützern der Tombola auf dem DQHA Ball und natürlich der DQHA, bedanken! Ihr habt diesen Cup in dieser Form möglich gemacht.

Teamwettbewerbe sind immer etwas ganz besonderes. Man lernt Personen besser kennen die man sonst nur vom Abreiteplatz oder den Start- und Ergebnislisten flüchtig kennt. Viele neue Bekanntschaften oder auch Freundschaften entstehen so.

Daher freuen wir uns jetzt schon auf die nächsten Team Cups – Youth World Cup 2018 und European Team Cup 2019!

Für beide Team Cups gibt es einen Qualifikationsmodus. Für den Youth World Cup muss man sich in diesem Jahr qualifizieren und für den European Team Cup im nächsten Jahr. Wer also Interesse hat, sollte das bei der Jahresplanung berücksichtigen!“ (Quelle: DQHA)

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