Zähne

DIE ZÄHNE
Das Gebiss der Pferde ist so ausgelegt, dass eine kontinuierliche Mahltätigkeit über die meiste Zeit des Tages vorliegt, wobei strukturiertes recht hartes Futter zerkaut wird. Die Zähne der Pferde sind aufgrund der Evolution auf harte Gräser ausgelegt, nicht auf weiches Heu, frisches Gras und sporadische Körnerfütterung. Da ihnen jedoch heute vor allem energiereiches Futter in Form von Pellets, Körnern, Kleie usw. angeboten wird, entfällt dieser mahlende Vorgang weitgehend. Ein Über- oder Unterbiss, der weiter vererbt wird, verhindert eine gleichmäßige Abnutzung der Zähne. Die Zähne werden scharf, das Kauen wird unangenehm.

Zahnprobleme können vielseitige Auswirkungen haben:
Futterreste befinden sich im Kot (unverdaute Körner bzw. Heu) (Verschwenden von Futtermitteln).
Futterreste fallen während des Fressens aus dem Maul bzw. werden zu kleinen Bällen gerollt (Verschwenden von Futtermitteln).
Kau- und /oder Schluckbeschwerden, die nur noch eine verzögerte Futteraufnahme ermöglichen (Schlundverstopfung- und Kolikgefahr).
Probleme beim Reiten („Auf das Gebiss legen“, Verwerfen im Genick, Kopfschlagen, Zungenstrecken, vermeintliche Rückenprobleme) bis hin zur Unreitbarkeit (Bocken, Steigen).
Schwierigkeiten beim Auf- und /oder Abtrensen.
Bei Zahnstein, Zahnfrakturen und Wurzelvereiterungen kommt es zu übelriechendem gelben Nasenausfluß mit oder ohne Schwellung im Kopfbereich.