Cutting-Reiter wegen Luftpistolenschüsse auf Hengst vom Verband ausgeschlossen – zu Recht??

Uns haben aktuelle Meldungen zu jenem Fall erreicht, in dem der frühere anerkannte Quarter Horses und National Cutting Horse Association Trainer und jetzt als Non Pro Reiter tätige Tommy Manion mit einer Luftpistole auf einen gefährlichen Hengst geschossen haben soll.
Der Fall ereignete sich am 15. Juli diesen Jahres auf einem NCHA Event in Whitesboro, Texas.

Laut Manion´s Anwalt Rick Hagen hat die „Society for the Prevention of Cruelty to Animals“ (SPCA) ihre Untersuchungen zu diesem Fall abgeschlossen und abgelehnt, die Straftat weiter zu verfolgen.
Von der NCHA wurde Manion für zwei Jahre ausgeschlossen und zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Vorfall soll sich folgendermaßen zugetragen haben: Ein Hengst im Besitz von Manion soll auf dem Event sehr agressiv und gefährlich gewesen sein. Er schlug ständig gegen Menschen und andere Pferde aus, versuchte Menschen zu beißen und über eine Wand, an der er angebunden war, zu springen. Die Professional Horsemen, Joe Howard Williamson, Corey Courville und Jacob Taurel sagten aus, dass der Hengst eine Gefahr für sich selbst, andere Pferde und Menschenleben war.

Zusätzlich beobachtete die offizielle Showfotografin Sarah Sanderson den Vorfall:
”I saw a girl trying to approach the horse; however, he was kicking at her. Every time she tried to circle around, he would just keep moving around to try and kick her. A man decided to try and help her out by going to the horse’s head from across the wall and try to calm him down. However, then the horse turned into a super aggressive maniac and started trying to attack him by diving over the top of the wall, pawing at it, and trying to bite him. The gentleman then moved away, as I don’t think he had any other option and was trying to maybe at least distract him, so he could hopefully get around to his head. This was not the case as the horse continued to kick out in any direction he could. At this point, I said to the person sitting next to me that I couldn’t watch any longer as I didn’t want to see this poor girl get her head bashed in.”

Als Manion sah, wie das Verhalten des Hengstes immer schlimmer und agressiver wurde, holte er eine Luftpistole aus seinem Truck, versteckte sich so, dass ihn der Hengst nicht sah, und schoss im auf die Hüfte. Innerhalb von fünf Minuten schoss Manion dreimal. Als sich der Hengst wieder ausreichend beruhigt hatte, konnte er sich ihm wieder annähern und ihn losbinden.
Ein Tierarzt wurde hinzugezogen und konnte keinerlei Verletzungen erkennen. Manion nahm den Hengst wieder mit nach Hause und ließ in sofort kastrieren.

Mr. Hagen zu dem Fall: „Tommy Manion hat möglicherweise ein Menschenleben gerettet. Der Hengst hat sich wie ein böses Tier benommen und Manion hatte als Besitzer die Pflicht, ihn zu stoppen. Er hatte keine Wahl. Hätte der Hengst jemanden verletzt, wäre er dafür zur Verantwortung gezogen worden.“

Das SPCA untersuchte den Fall und fand keinen Verstoß in den Handlungen. Manion benutzte die Waffe, als der Hengst agressives Verhalten zeigte. Er wollte dem Hengst zeigen, dass sein Benehmen Unannehmlichkeiten mit sich zieht. Fakt ist, dass das was Tommy getan hat, gewirkt hat und er so vielleicht ein Menschenleben gerettet hat und dem Pferd keine Verletzung zugefügt hat.

Der Anwalt John Cayce, der Manion´s Fall innerhalb der NCHA behandelt, bestätigte dass sich das NCHA Appeal Hearing Grievance Committee für eine Strafe entschieden hat. „Die NCHA hat Manion für zwei Jahre aus dem Verband ausgeschlossen und zu einer Strafe von $15.000 im Rahmen der ‘Zero Tolerance Policy’ verurteilt.

Für Cayce einer der schlimmsten Fälle von Ungerechtigkeit eines privaten Verbandes gegen eines seiner eigenen Mitglieder.
Laut ihm scheint es für die NCHA wichtiger zu sein, ein Pferd – welches offensichtlich gefährlich und agressiv ist – als ein Menschenleben zu schützen.

“From my perspective as the former Chief Justice of the Texas Court of Appeals, this is one of the worst cases of injustice committed by a private association against one of its own members that I have ever seen. The Appeal Committee hearing was a sham proceeding. There was no evidence presented at the hearing that the horse was harmed, traumatized, or otherwise abused. In fact, the evidence proved that Tommy’s life-saving efforts did not hurt his horse. If anything, it stopped the horse from further harming itself.”

“Unfortunately, the message the Appeal Committee report sends is that the NCHA places more importance on protecting a horse demonstrating vicious and dangerous behavior from the sting of a BB than it does on protecting the lives of human spectators at NCHA-sanctioned events. We trust that is not the message the NCHA leadership wants to send to the public or its members. But, if the NCHA leadership does not act to reverse the Appeal Committee report, we’re confident that a Texas court will act to ensure that the damage caused to Tommy by the NCHA’s unreasonable and unlawful conduct is remedied to the fullest extent allowed by law.”

(Quelle: equinechronicle.com)
Vollständigen Bericht HIER lesen.

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